Einrichtung von Mikroapartments mit Wow-Effekt
Erstveröffentlichung Oktober 2018. Zuletzt geprüft und aktualisiert im September 2026: Kostenrichtwerte, Projektzahlen und Marktbezug wurden auf den aktuellen Stand gebracht.
Wohnraum in deutschen Großstädten ist extrem knapp – daran wird sich in den nächsten Jahren nicht viel ändern. Entwickler sehen Mikroapartments als die Antwort auf das urbane Platzproblem. Doch was sagen die Nutzer? Wenig Fläche für viel Geld? Es geht tatsächlich um wenig Fläche, aber idealerweise mit doppeltem Nutzen und hohem Fun-Faktor.
In diesem Artikel erfahren Sie:
- Worauf es bei der Einrichtung von Mikroapartments ankommt.
- Welche Megatrends für den Boom von Mikroapartments verantwortlich sind.
Der Markt für Mikro Apartments hat sich seit Erscheinen dieses Artikels grundlegend verändert. Wo 2018 Pioniere experimentierten, stehen heute professionelle Investoren und Projektentwickler vor der Frage: Wie muss ein Mikroapartment eingerichtet sein, damit es dauerhaft performt? Unsere Erfahrung aus über 10.000 geformten Apartments zeigt: Die Einrichtung entscheidet über Rendite oder Leerstand.
Durchdachte Raumkonzepte zeigen, wie die Einrichtung von Mikroapartments idealerweise gestaltet werden sollte: Klein kann ganz groß wirken und dabei gestalterisch überzeugen. Platzsparende Grundrisse, klares Design, hochwertige Materialien und Möbel aus der eigenen Produktion von BelForm haben das, was Nutzer wünschen und auch Investoren auf Dauer glücklich macht: Wohnen mit Wow-Effekt und nachhaltiger Rendite.
Klein, schick und heiß begehrt: Mikroapartments mit Wow-Effekt
Weltweit schon der Trend für wohnbegeisterte Konzeptkünstler und neuheitenhungrige Projektentwickler. Auch in Deutschland boomt der Markt, wie aktuelle Studien zeigen. Hier werden aus wenigen Quadratmetern bunte Alleskönner-Wohnwelten entworfen und kreativ umgesetzt, die mit großen Vorteilen überzeugen, vor allem in Metropolen. Den weltweiten Siegeszug des Mikrowohnens und des Wohnens auf Zeit beeinflussen eine Reihe von gesellschaftlichen Faktoren (siehe Artikel Megatrends, die für Mikrowohnen relevant sind). Da wäre zum einen die anhaltende Urbanisierung, die Menschen auch weiterhin magisch in die Städte ziehen wird. Zum anderen die Transformation der Arbeit, die zur Folge hat, dass Wohnraum genauso flexibel und dynamisch sein muss wie die Arbeitswelt, in der die Menschen 24/7 unterwegs sind. Und die sich überall auf der Welt in „ihren‘“ Hotspots und Communities treffen. Je stärker diese Zielgruppe in digitalen Räumen unterwegs ist, desto wichtiger wird die Verbindung mit Menschen in der realen Welt, wenn auch nur temporär. Für diese Mieter zählt Verfügbarkeit mehr als Eigentum, beim Wohnen genauso wie bei Mobilität oder Software. Für die Einrichtung heißt das: Das Apartment muss ohne eigene Möbel bezugsfertig sein, vom Bett über die Küchenausstattung bis zum Arbeitsplatz.

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Warum Wohnungen kleiner werden und was das für die Einrichtung bedeutet

Hinzu kommt, dass das Wohnen in den Städten immer teurer wird. Das wirkt sich auf die Wohnungsgrößen und die Verteilung der Funktionen aus. Der geringere Platz muss also mehr können als im herkömmlichen Wohnungsbau. Neubauwohnungen werden je Zimmerzahl kleiner geplant als noch vor zehn Jahren. Die eingesparte Fläche muss die Einrichtung auffangen, sonst geht sie zulasten der Nutzbarkeit. Solche Micro-Living-Konzepte müssen konsequent konzipiert und strategisch entwickelt werden. Daher brauchen sie eine neue Herangehensweise, die Konzeption, Beratung, Innenarchitektur, Innenausbau und Umsetzung aus einer Hand bietet. Nur so können cooles Design und langlebige Qualität garantiert werden, schließlich soll die Einrichtung von Mikroapartments bequem sein und zugleich viele Nutzerwechsel überdauern.
Was Sie bei der Einrichtung von Mikroapartments beachten sollten
Eine Mikro-Lösung mit Maxi-Output kann das altbekannte Murphy-Schrankbett sein, ebenso wie die Küchenzeile, die sich in Sideboard verwandelt oder Treppen, die Regale sind. Auf diese Weise entsteht eine neue Dimension von Wohnnutzung und Flächeneffizienz – und das für ganz verschiedene Nutzgruppen. Denn nicht nur die Hipster und digitalen Nomaden, die in der ganzen Welt zu Hause sind, auch Wissensarbeiter, urbane Nomaden und Senioren (die sogenannten „Best-Ager“) sind Zielgruppen der Mikro-Alternativen mit maßgeschneiderten Wohnkonzepten. So individuell ein Projekt auch ist, müssen die Anforderungen der Entwickler und Betreiber vollständig erfüllt werden. Dass es dabei nicht nur um eine einfache Instandhaltung bzw. geringe Instandhaltungskosten und die besondere Langlebigkeit der Möbel, Ausstattungselemente und Materialien geht, versteht sich von selbst. Dass die Apartments dabei Klasse, Hochwertigkeit und Begehrlichkeit ausstrahlen, ebenso. Wer sich zusätzlich an den individuellen Anforderungen seiner jeweiligen Zielgruppe im Verhältnis zum gefordertet Mietpreis orientiert und die Gegebenheiten der Mikro-Lage mit berücksichtigt, der macht mit seinem Mikroapartment-Projekt alles richtig.
Was kostet die Einrichtung eines Mikroapartments?
Das Whitepaper Micro Living 2026 nennt für Micro Living und Business Apartments 8.000 bis 10.000 EUR netto je Apartment im Budget-Segment, 11.000 bis 14.000 EUR im mittleren Segment und 15.000 bis 22.000 EUR im Premium-Segment. Für Student Living liegen die Werte bei 4.000 bis 5.000, 6.000 bis 7.000 und rund 10.000 EUR. Das sind Orientierungsgrößen aus der Projekterfahrung, die je nach Typenmix, Küchenanteil, Gemeinschaftsflächen, Bauzustand und Zielmiete variieren. Den Ausschlag gibt die Passung zur Zielgruppe. Wer zu knapp plant, zahlt später über höhere Reparaturkosten, kürzere Austauschzyklen und längere Leerstandszeiten nach. Wer über das Niveau der Lage hinausgeht, erzeugt Renditedruck, den die Miete nicht trägt.
Was durchdachte Einrichtung bewirken kann: Zwei Praxisbeispiele
Wie stark die richtige Einrichtung wirklich über den Vermietungserfolg entscheidet, zeigen zwei aktuelle Projekte aus dem BelForm-Portfolio besonders deutlich.
Little East Frankfurt: Repositionierung mit messbarem Ergebnis
Wie stark die Einrichtung über den Vermietungserfolg entscheidet, zeigt das Projekt Little East in Frankfurt besonders deutlich. Dort ging die Neumöblierung mit einer grundlegenden Neupositionierung einher: mehr Stauraum, multifunktionale Möbel, freundlichere Materialien und eine hellere Lichtwirkung sorgen für mehr Wohnlichkeit und eine klare räumliche Struktur. Robuste, reparaturfreundliche Oberflächen und austauschbare Komponenten senken zudem die laufenden Kosten und verkürzen Ausfallzeiten zwischen Mietverhältnissen. Das Ergebnis war unmittelbar messbar: Die Auslastung liegt über zwölf Monate stabil bei über 95 Prozent, die durchschnittliche Verweildauer verlängerte sich von sechs auf zwölf Monate. Die durchschnittliche Kaltmiete stieg von 550 Euro auf heute im Schnitt 846 Euro. Das sind über 50 Prozent mehr gegenüber dem möblierten Vorgängerkonzept, kalt-zu-kalt und nebenkostenbereinigt. Adresse und Fläche blieben unverändert, verändert wurde das Produkt. Little East zeigt damit, dass über den Erfolg von Mikroapartments vor allem entscheidet, wie gut Grundriss, Möblierung und Nutzung im Alltag zusammenspielen.


#behomie Düsseldorf: Design und Digitalisierung aus einem Guss
Auch das Projekt behomie in Düsseldorf zeigt, dass erfolgreiche Mikroapartments aus einem durchdachten Gesamtkonzept entstehen. Dem Projekt ging eine detaillierte Analyse des Düsseldorfer Wohnungsmarkts voraus, aus der ein Micro-Living-Produkt für gehobene urbane Zielgruppen entwickelt wurde. Im Medienhafen entstand so ein designstarkes Haus für Wohnen auf Zeit, das mit individuell auf die Grundrisse zugeschnittener Möblierung, smarten Multifunktionslösungen, hochwertigen Materialien und großzügigen Gemeinschaftsflächen überzeugt. Ergänzt wird das Konzept durch digitale Services wie eine App zur Steuerung des Apartments und zur Nutzung weiterer Angebote im Gebäude. Das Beispiel #behomie macht deutlich: Wenn Einrichtung, Grundriss, Zielgruppe und Betrieb konsequent zusammen gedacht werden, entsteht auf kleiner Fläche ein Produkt, das sowohl im Alltag der Mieter als auch in der Vermarktung überzeugt.
Ob Neubau oder Bestandsrepositionierung: Die Einrichtung entscheidet darüber, ob ein Apartmenthaus dauerhaft vermietet ist oder Leerstand aufbaut. Beide Beispiele zeigen, dass kluge Entscheidungen in der Planungsphase über Jahre hinweg Wirkung entfalten – bei Mieterzufriedenheit, Vermietungsquote und Gesamtertrag.
Häufige Fragen zur Einrichtung von Mikroapartments
Ein Mikroapartment braucht Schlafplatz, Küchenzeile, Arbeitsplatz, Stauraum und Bad. Der Unterschied zur normalen Wohnung liegt darin, dass mehrere dieser Funktionen sich dieselbe Fläche teilen. Üblich sind Schrankbetten, Küchenzeilen mit Sideboard-Funktion, Tische mit Auszug und Stauraum unter Podesten oder Treppen. Entscheidend ist, dass jedes Möbelstück im Alltag ohne Anleitung bedienbar bleibt, sonst wird es nicht genutzt.
Die publizierten Richtwerte aus dem Whitepaper Micro Living 2026 nennen für Micro Living und Business Apartments 8.000 bis 10.000 EUR netto im Budget-Segment, 11.000 bis 14.000 EUR im mittleren und 15.000 bis 22.000 EUR im Premium-Segment je Apartment. Für Student Living liegen die Werte bei 4.000 bis 5.000, 6.000 bis 7.000 und rund 10.000 EUR. Das sind Orientierungsgrößen aus der Projekterfahrung, die je nach Typenmix, Küchenanteil, Gemeinschaftsflächen, Bauzustand und Zielmiete variieren.
Sie kann den Ausschlag geben. Im Frankfurter Projekt Little East hat BelForm 276 Apartments neu ausgestattet und neu positioniert. Die durchschnittliche Kaltmiete stieg von 550 EUR auf 814 EUR in der Erstvermietung und 839 EUR in der Wiedervermietung, das sind rund 50 Prozent mehr, kalt-zu-kalt und nebenkostenbereinigt, bei einer Durchschnittsfläche von 21,3 Quadratmetern. Adresse und Fläche blieben gleich, verändert wurde das Produkt.
Dann, wenn Leerstand, kurze Verweildauer oder gedrückte Mieten auf das Produkt zurückgehen und nicht auf die Lage. In Little East verlängerte sich die durchschnittliche Verweildauer nach der Neuausstattung von sechs auf zwölf Monate, die Auslastung lag über zwölf Monate stabil bei über 95 Prozent. Kürzere Leerstandszeiten und weniger Neuvermietungsaufwand tragen dabei einen erheblichen Teil des Effekts.
Über BelForm:
Mit dem Blick fürs Ganze formt BelForm Apartmenthäuser mit Wow-Effekt und langfristiger BelForm-Rendite. Seit zehn Jahren bietet BelForm als erster Komplettanbieter Projektentwicklern, Betreibern und Investoren die wichtigsten Leistungen rund um Temporäres Wohnen aus einer Hand an. Für Serviced Apartments, Mikro-Wohnen, Coliving und Senioren-Apartments ist BelForm ein Partner von A-Z: Von der Beratung, über Innenarchitektur und Kompletteinrichtung bis zur kompletten Digitalisierung eines Hauses. Ziel ist es, renditestarke Apartmenthäuser auf Basis hochzufriedener Bewohner zu formen, die sich nachhaltig wirtschaftlich erfolgreich betreiben und bewirtschaften lassen.
Einige von BelForm begleitete Projekte sind das bekannte #behomie Living von ARROW, die Nena Hospitality Apartmenthäuser in Bochum und München, das Projekt Rhinstrasse für die Berlinovo Grundstücksgesellschaft, die hocherfolgreichen BlackF Serviced Apartments, die Konversion eines Hotels in ein Boutique Serviced Apartments für die H’Otello Gruppe, für die VIVUM Fonds die Mona Lisa Urban Apartments in Frankfurt und viele weitere Häuser.
Bildquellen
Headergrafik: BelForm
Beitragsbilder: Bild 1 Jonas Tebbe auf Unsplash; Bild 2 BelForm













