Erwartungen an Serviced Apartments

Serviced Apartments: Das erwarten Ihre Gäste!

Serviced Apartments etablieren sich momentan immer mehr auf dem deutschen Markt. Doch was erwarten die Gäste von ihrem Aufenthalt? Worauf können sie auf keinen Fall verzichten und was ist einfach unnötig? Wie es um die Erwartungen an Serviced Apartments steht, wurde in einer Gästeumfrage unter 500 Nutzern kürzlich herausgefunden. Wir stellen die spannendsten Ergebnisse hier vor.

Das Segment der Serviced Apartments nimmt mittlerweile auch in Deutschland immer mehr zu. Im März 2018 gab es rund 33.400 Einheiten auf dem Markt. Zu den größten Anbietern gehören die Derag Livinghotels, Adina Apartment Hotels sowie Aparthotel Adagio und Adagio Access. Bis 2030 soll sich die Anzahl der Einheiten bereits verdreifacht haben.

Ein stark wachsendes Segment also, in dem immer mehr Akteure das Spielfeld betreten bzw. ihre Präsenz massiv ausweiten. Aber was macht ein attraktives Serviced Apartment aus Sicht des Nutzers aus? Und was können Sie als Betreiber oder Entwickler daraus lernen? Wie sehen die konkreten Erwartungen an Serviced Apartments aus? Die Umfrage, die Apartmentservice kürzlich unter 500 Personen durchgeführt hat, ist zwar nicht repräsentativ, zeigt aber interessante Tendenzen auf, die BelForm ebenfalls bei einer Umfrage unter digitalen Nomaden festgestellt hat.

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Bekanntheit und Auswahlkriterien von Serviced Apartments

Ausstattung von Serviced Apartments
Projekt: Schwabinger Tor in München, ausgestattet von BelForm

Drei Viertel der Gäste von Serviced Apartments nutzen diese im Zuge einer Geschäftsreise. Daher ist es nicht verwunderlich, dass rund 85 Prozent der befragten Geschäftsreisenden den Begriff „Serviced Apartment“ kennen. Anders sieht es bei den Privatreisenden aus. Knapp zwei Drittel der befragten Privatreisenden kannte den Begriff – allerdings ist hier hervorzuheben, dass diese auch in einem Serviced Apartment gewohnt haben. In Wahrheit liegt dieser Wert also vermutlich niedriger.

Besonders markenaffin sind die Befragten nicht. So spielt die Marke bei der Auswahl keine Rolle, lediglich Führungskräfte zeigen eine leichte Tendenz dazu, sie für halbwegs wichtig zu erachten. Eine Marke zahlt sich ohnehin erst aus, wenn mehrere Häuser an verschiedenen Standorten geplant sind. Wenn eine Marke aber keine kurz- oder mittelfristige Differenzierung ermöglicht, wie kann man sich dann vom Wettbewerb abheben? Mit ihrer Antwort haben die Nutzer ein Bild gezeichnet, das klarer nicht sein könnte: 99 Prozent der Befragten bewerten die Qualität der Ausstattung als wichtig oder sehr wichtig.

Damit ist dieser Faktor noch entscheidender als Preis, Lage und Raumgröße! Hier kann man als Anbieter also klar punkten, auch wenn z.B. die Lage eines konkurrierenden Marktakteurs besser sein sollte. Als Entwickler, Investor oder Betreiber sollten Sie also einen entsprechend hohen Wert auf ein qualitatives und durchdachtes Einrichtungskonzept zu setzen, das dem Nutzer Qualität und Komfort bietet und dessen Erwartungen an Serviced Apartments entspricht.

Hier sehen Sie ein Beispiel eines von BelForm umgesetzten Projekts:

Ausstattung einzelner Räume von Serviced Apartments

Besonders attraktiv macht Serviced Apartments deren Wohnlichkeit und die Möglichkeit zur Selbstversorgung. Um Wohnlichkeit, Qualität und Komfort zu vermitteln, braucht es ein stimmiges Angebot, das allerdings in der Praxis oft an zu eng kalkulierten Budgets scheitert. Deshalb ist eine genaue Betrachtung der Wirtschaftlichkeit in Zusammenhang mit den Nutzerbedürfnissen zu Beginn des Projekts eine goldene Regel, damit am Ende ein Haus entsteht, das den Bewohnern genau das bietet, was sie suchen und ihre Erwartungen an Serviced Apartments erfüllt. Somit wird der nachhaltigen Erfolg trotz höherem Wettbewerb sicherstellt. Oftmals kann dies auch über Einsparungen in anderen Bereichen des Baus erreicht werden, die dann für die Ausstattung und die Möblierung der Apartments und Gemeinschaftsflächen zur Verfügung steht.

Küchenausstattung
Projekt: Volksgartenstraße in München, ausgestattet von BelForm

Auch das Thema Küche ist nach wie vor in einem Serviced Apartment wichtig und sollte nicht aufgrund von Budget-Betrachtungen für eine Gemeinschaftsküche entfallen. Zwar nutzen die meisten Bewohner die Küche hauptsächlich erst ab einem Aufenthalt ab zwei Wochen (85 Prozent den Herd und 80 Prozent die Mikrowelle), allerdings scheint nur die Option, selbst kochen zu können, viel Wert zu sein. Knapp 75 Prozent der Befragten ist dabei eine vollausgestattete Küche wichtig. Vor allem die unter 41-Jährigen legen darauf einen hohen bis sehr hohen Wert. Beim Kühlschrank und Geschirr war die Meinung eindeutiger: Fast alle Befragten haben jene während ihres Aufenthalts genutzt. Ein absolutes Must-Have also. Was hingegen gar nicht geht, ist die bereits erwähnte Gemeinschaftsküche. Hier herrscht die eindeutige Meinung von 92 Prozent der Befragten vor, dass eine gemeinsam genutzt Küche nicht gewünscht ist und somit nicht ihren Erwartungen an Serviced Apartments entspricht.

Ein Serviceraum mit Reinigungsmitteln, Putzutensilien usw. wird von knapp der Hälfte der unter 41-Jährigen begrüßt. Die Trennung von Wohn- und Schlafbereich wird hingegen von über der Hälfte der Personen über 50 Jahren als wichtig erachtet. Das ist also besonders für die älteren Zielgruppen wichtig und sollte entsprechend im Apartment-Mix Berücksichtigung finden. Besonders auch Entwickler von Best-Ager-Residenzen sollten diesen Aspekt genauer untersuchen (lesen Sie hier mehr zum Thema Seniorenwohnen der Zukunft).

Technische Ausstattung & Community von Serviced Apartments

Infografik Serviced Apartments Technik

Je länger die Gäste durchschnittlich bleiben, desto eher wird bei den Erwartungen an Serviced Apartments die Vernetzung der Bewohner über eine App gewünscht. Knapp die Hälfte der Befragten, die regelmäßig Serviced Apartments nutzt, würde sich über eine Datenspeicherung der jeweiligen Vorlieben und eine damit einhergehende Personalisierung freuen. Weiterhin bewerten 85 Prozent der Stichprobe einen Self Check-in und -out als gut oder sehr gut. Das bedeutet, dass auch hier klar die Tendenz weg von einem Concierge geht, der fest am Empfang sitzt. Die Gäste wollen reibungslos ins Apartment kommen können und es wieder verlassen, ohne Barrieren und Wartezeiten an einer Rezeption.

Die Tendenz der Zukunft ist ein Community Manager, der als Seele des Hauses fungiert. Denn die gewünschte persönliche Interaktion im Long Stay zwischen den Bewohnern und dem Betreiber sollte bereichernd und über reine Funktionen wie ein- und auschecken hinaus gehen. Ein schönes Beispiel, wie ein solches Angebot bereits heute aussehen kann, sieht man am Anbieter Zoku Amsterdam, der sehr auf die Community fokussiert ist. Zoku möchte Gleichgesinnte unter einem Dach vereinen und setzt dabei unter anderem auf regelmäßige Veranstaltungen, die Interaktionen fördern und die Bewohner zusammenbringen sollen.

Sonstige Ausstattung von Serviced Apartments

Je kleiner die Zimmergröße, desto relevanter werden die Gemeinschaftsflächen. Gerade beim Long Stay ab 28 Tagen ist die Möglichkeit wichtig, sich auch mal innerhalb des Gebäudes woanders aufzuhalten, als in den eigenen vier Wänden. Aus der Umfrage geht hervor, dass Gemeinschaftsräume vor allem von den unter 41-Jährigen geschätzt werden. Knapp die Hälfte bewertet sie als eher gut bis sehr gut. Für das Design und die Qualität der Ausstattung gilt auch hier eine klare Regel: Wer Community-Flächen im Haus anbieten möchte, sollte diese Flächen zu den besten Flächen des Hauses machen. Getreu dem Motto von Greystar, einem Anbieter von Mietwohnungen, der über 45.000 Einheiten weltweit anbietet: „The community space should be the best space in the building“.

Infografik Serviced Apartments Community

Bei der Bewertung der Co-Working-Spaces sind die Unterschiede zwischen Jung und Alt gar nicht mal so groß wie man annehmen könnte. 33 Prozent der unter 41-Jährigen und 27 Prozent der ab 50-Jährigen finden diese eher gut bis sehr gut. Ein Aspekt sollte dabei mit Vorsicht betrachtet werden: Manche Betreiber möchten aus diesen Flächen eine zusätzliche Einnahmequelle machen (wie z.B. WeWork) und die Arbeitsplätze pro Monat vermieten. Das klappt jedoch nicht immer und ist ohne weiteres nicht möglich, daher sollten Sie unbedingt einen Experten zu Rate ziehen.

Carsharing hingegen wird von beiden Altersgruppen als neutral bis unwichtig bewertet. Wie auch eine BelForm-Umfrage unter digitalen Nomaden herausgefunden hat, scheinen solche Angebote nicht notwendig zu sein. Das könnte sich allerdings in der Zukunft noch verändern , deshalb sollten Entwickler trotzdem den Weg der E-Mobilität und des Car-Sharings als Punkt für die Zukunft berücksichtigen.

Was können Betreiber aus den Erwartungen an Serviced Apartments schließen?

Die Befragung zeigt interessante Tendenzen auf, die hilfreich für ein nachhaltig erfolgreiches Serviced Apartment Produkt sein können. Wir bei BelForm sehen die Tendenz klar im Fokus dessen, was sich die Bewohner einer Long-Stay-Unterkunft wünschen: Ein warmes, gemütliches Zuhause, in dem ein gewisser Design- und Qualitätsanspruch besteht. Je nach Apartment-Rate unterscheidet sich dieser, doch auch in den günstigen Apartment-Angeboten sollte ein gewisses Niveau nicht unterschritten werden. Die intelligente Platzausnutzung und Innenarchitektur ist dabei ebenso entscheidend, damit kein „Bett mit Küchenzeile“ entsteht, sondern ein richtiges Apartment mit Wohnqualität und unterschiedlich nutzbaren Wohnzonen: Wohnen, Kochen, Essen, Schlafen, Arbeiten, Freunde einladen und vieles mehr, an das gedacht werden sollte. Wie das auch bei kleinsten Apartments klappt, sehen sie hier:

Damit das Wohnen auf Zeit reibungslos abläuft, sollten die Apartments vollausgestattet mit Küche und allen Utensilien des täglichen Bedarfs sein, am besten vollständig digital. Wenn alles funktioniert, steht das Apartment selbst im Fokus der Nutzerbedürfnisse und Sie haben keinen so hohen Personalbedarf. Letztlich ist das Motto „Ankommen und Wohlfühlen“ auch in 2019 weiterhin die richtige Marschrichtung. Das Gefühl des Zuhauses beginnt aber nicht im Apartment selbst, sondern vor Ort ab Eintritt in das Gebäude und endet nicht nur im jeweiligen Zimmer, sondern wird auch von den Gemeinschafts- und Nebenflächen des Hauses beeinflusst. Eine klare Markenarchitektur und ein stimmiges Gesamtbild sind folglich wichtige Faktoren, um den roten Faden durch die gesamte Nutzererfahrung zu ziehen.

Die wichtigsten Ergebnisse in der Übersicht

Wir haben die wichtigsten Ergebnisse der Umfrage in einer exklusiven Infografik für Sie zusammengefasst. Tragen Sie sich in dieses Kontaktformular ein und wir lassen sie Ihnen zukommen:

Mehr Informationen, wie Sie die Erwartungen an Serviced Apartments erfüllen und ein herausragendes Projekt entwickeln können, finden Sie auch auf unserer Homepage im Bereich Serviced Apartments. Immer am Puls der Trends bleiben Sie mit unserem Blog: Hier haben wir bereits im August 2016 in unserem Artikel „Wohnen auf Zeit ist mehr als nur Übernachten“ auf die Wichtigkeit des Faktors Wohnlichkeit und das große Potential von qualitativen Apartment-Produkten verwiesen und sind auf die Megatrends eingegangen, die das Mikrowohnen in Zukunft immer relevanter machen werden. Tragen Sie sich also in den Email-Verteiler ein und erhalten Sie ein Mal monatlich spannende Updates!

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Über BelForm
BelForm GmbH ist Experte im Bereich Micro Living und temporärem Wohnen. Wir übernehmen die Beratung, Innenarchitektur sowie die abschließenden Komplett-Möblierung. Ziel ist es, einen entscheidenden Mehrwert für Auftraggeber und Nutzer gleichermaßen zu generieren.

Quelle Titelbild: iStock / nesharm

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