BelForm Platform Living

Platform Living – Das Wohnkonzept der Zukunft

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Das Leben auf Durchreise der digitalen Nomaden ist einer der wichtigsten Markttreiber für temporäres Wohnen. Während die Zahl der Menschen, die diesen Lebensstil pflegen, stetig zunimmt, steigt auch deren Bedeutung auf dem Wohnungsmarkt. Wie sich durch Platform Living temporäres Wohnen als Wohnkonzept der Zukunft noch besser an deren Mobilitätsbedürfnisse anpassen lässt, zeigt eine Studie des Gottlieb Duttweiler Instituts (GDI).


In diesem Artikel erfahren Sie:

  • Wie das neue Wohnungsverständnis des Platform Living neue flexible Möglichkeiten eröffnet.
  • Wieso Betreiber von Co-Living einige Services über externe Anbieter abbilden.
  • Wie viel Flexibilität bei der Einrichtung von Nutzern temporärer Unterkünften erwünscht ist.


Platform Living soll das Wohnen flexibler und die Immobilie mobiler machen. Es ist die Antwort auf das Bedürfnis vieler Menschen, so flexibel, mobil und unkompliziert wie möglich zu wohnen. Übersetzt werden kann der Begriff Platform Living als „Lebensabschnittswohnen“. Zwar haben die meisten Bewohner Europas einen festen Wohnsitz, jedoch wird der Anteil derer, die nicht sesshaft sind und als digitale Nomaden durch die Welt reisen, immer größer. Schätzungen zufolge beläuft sich der Anteil bereits auf eine halbe Millionen Menschen. Ausgestattet mit nur dem nötigsten an Kleidung und digitalen Gadgets kosten vor allem die Millennials unsere globalisierte Gesellschaft und die daraus resultierende Reisefreiheit maximal aus. Heute in Bali und nächste Woche in Mexiko? Kein Problem! Eins können sie dabei aber nicht gebrauchen: Unflexible Wohnangebote.

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Wohnungen als „Software“

Eine Wohnung als Plattform zu betrachten bedeutet quasi, sie nicht als immobile, statische „Hardware“, sondern als flexible, adaptive „Software“ zu begreifen. Bei dem Konzept der Wohnung als Software geht es also nicht um die physische Immobilie an sich, sondern um das, was sie potentiell bietet. Dem Wohnungsverständnis des Platform Living folgend, ergeben sich flexible Möglichkeiten, Wohnraum so zu gestalten, wie digitale Nomaden ihn brauchen, nämlich

  • einfach zugänglich,
  • temporär nutzbar und
  • multilokal verfügbar.

Das Startup New Eelam plant etwa diese Anforderungen in einem Angebot umzusetzen, das seinen Kunden die Möglichkeit bietet, Wohnungen per globalem Wohn-Abo wie Musik oder Videos zu streamen. Ähnliches erwartet Kunden von Remote Year. Die Plattform mit 18 Standorten in 16 Ländern nimmt den Nomaden sogar deren Reiseplanung ab und versorgt sie obendrein mit einer Community aus anderen reiselustigen Professionals.

The Collective Co-Working
Der Co-Working-Space bei The Collective bringt digitale Nomaden zusammen. (Quelle: The Collective)

Zwischengenutzter Leerstand

Eine neue Flexibilität des Wohnraums zeichnet sich auch in Zwischennutzungsprojekten ab, die ganz im Sinne der Sharing Economy leerstehende Wohn-, Büro- oder Hotelgebäude kurzfristig in günstigen und leicht zugänglichen Wohnraum verwandeln. Als Beispiel nennt das GDI das Schweizer Unternehmen Projekt Interim, welches eine Plattform für Eigentümer vorübergehend leerstehender Gebäude einerseits und Wohnraumsuchende andererseits bietet und die temporäre Nutzung plant und verwaltet. Auch das Projekt SHED in London, welches etwa wohnwagengroße Holzcontainer in leerstehenden Lagerhallen unterbringt, schafft aus Leerstand temporären Wohnraum. Nicht zuletzt basiert auch das Erfolgskonzept von Airbnb auf dem Gedanken der Zwischennutzung.

 

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Trennung von Immobilie und Betrieb

Eine weitere Plattformstrategie besteht darin, als Immobilienbetreiber Services anzubieten, die man nicht selber stellt. Die Immobilie wird hier zur Plattform für etablierte lokale Anbieter von Cafés, Bars, Fitnessstudios, Yogakursen, Workshops etc., wobei der Betreiber lediglich als Netzwerker auftritt, der diese Community zusammenbringt und verwaltet. Dieses Prinzip, wie man es aus anderen Branchen (Ebay, Uber u. a.) bereits kennt, schafft hohe Flexibilität bei gleichzeitig geringer Kapitalbindung. Einen solche Weg geht beispielsweise das Projekt Jo & Joe von Accorhotels, das sich hauptsächlich an Millennials richtet und mit unkonventionellen Konzepten lockt, indem es von Arbeitsplätzen über Konzerte bis hin zu Yoga Kursen alles bietet, was bei dieser jungen Zielgruppe gerade angesagt ist.

 

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Die Macht der Aneignung im Platform Living

Dass Flexibilität im Wohnraum eine wichtige Rolle spielt, zeigt eine Studie von einer der größten Expertinnen für Microliving weltweit – der NASA. Demnach wollen Menschen keinen perfekt durchgestylten Raum, bei dem schon alles fest und fertig ist, sondern zumindest eine geringe Möglichkeit, sich ihren Wohnraum in irgendeiner Form anzueignen. Kleinigkeiten wie dimmbares Licht und ähnlich geringe Veränderungsmöglichkeiten können hier schon ausreichen. Zu viel Flexibilität kann hingegen auch wieder überfordern. Wie BelForm beispielweise in einer Umfrage herausgefunden hat, legen die meisten Digitalen Nomaden Wert darauf, dass ihr Zuhause auf Zeit bereits weitestgehend fertig eingerichtet und dekoriert ist, sodass sie nur Kleinigkeiten anpassen müssen, sofern sie denn möchten.

Common Co-Living Schlafzimmer
Das Schlafzimmer bietet ausreichend Platz für persönliche Gegenstände. (Quelle: Common Living)

Zukunftsvisionen

Utopien wie etwa das Bestellen von Häusern bei Alibaba oder Samsungs Vision von Gebäuden, die von Drohnen in den Urlaub geflogen werden, zeugen davon, dass die Kreativität hier noch längst nicht an ihre Grenzen stößt. Bevor allerdings die „Hardware“ derartig flexibel wird, bleibt für Bauträger und Investoren ein Fokus auf die „Software“ – zum Beispiel in Form „atmender“ Grundrisse und Apartment-Konfigurationen, die bei Bedarf erweitert oder verkleinert werden können – realistischer.

Insgesamt zeigen die verschiedenen Beispiele für Plattformstrategien, wie vielfältig das Thema flexibler Wohnraum angegangen werden kann. Für Investoren, Bauträger oder Betreiber ist es wichtig, sich der Qualität und Stärke seiner Organisation bewusst zu sein und diese Stärken intelligent einzusetzen. Der größte Fehler, den viele Anbieter aufgrund der wachsenden Wettbewerbssituation machen, ist ein „Racing for Amentities“, also einen Wettlauf um Service-Angebote mit anderen Betreibern. Platform Living zeigt, wie man sich mit Hilfe von ausgewählten Partnern einfach auf das konzentriert, was man selbst gut kann. Mit der Auswahl der richtigen Partner, die sich um einzelne Service-Bausteine kümmern, kann für den Nutzer wiederum ein rundum stimmiges, vielfältiges und spannendes Service-Angebot entstehen, das zur jeweiligen Zielgruppe passt.

Welches Konzept sich nachhaltig durchsetzt, wird die Zukunft zeigen. Eins ist jedoch sicher: Die Bedeutung von gut ausgestattetem Wohnraum (hier ein Artikel zur Erwartungshaltung der Gäste an Serviced Apartments) bleibt ein wichtiges Hauptaugenmerk – wobei die empfundene Größe und die Nutzfläche höher zu bewerten sind als reine Quadratmeter. Besonders flexibler Wohnraum wird mit der Gruppe der Urbanen und Digitalen Nomaden weiter wachsen und wer sich heute auf die richtigen Zielgruppen konzentriert und gut durchdachte Konzepte mit Service-Partnern zusammen ausarbeitet, wird langfristig vom Platform Living profitieren.

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Über BelForm

BelForm ist Experte im Bereich Micro Living, Serviced Apartments und temporärem Wohnen. Als erster 360-Grad-Dienstleister in diesem Segment werden Projektentwickler, Betreiber und Investoren über die Beratung, Innenarchitektur sowie die abschließenden Komplett-Möblierung zum erfolgreichen Projekt geführt. Ziel von BelForm ist es, einen entscheidenden Mehrwert für Auftraggeber und Nutzer gleichermaßen zu generieren und somit die Weichen für ein nachhaltig erfolgreiches Projekt zu stellen.

Quelle Titelbild: iStock  / MStudioImages

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